Das öde Land von John Brunner – Rezension

Wie bereits erwähnt, bin ich durch Zufall auf Das öde Land von John Brunner gestoßen, als ich mir das gleichnamige Buch von Oliver Plaschka bestellen wollte (das ich ebenfalls hier besprochen habe). Und wieder einmal hat mit der Zufall ein Buch in die Hände gespielt, das mir sehr gut gefallen hat.

John Brunner war ein britischer Science-Fiction-Author, den ich bisher leider nicht kannte. Irgendwie erinnert er mich an seinen US-Kollegen Fred Saberhaben. Vor allem in dem vorliegenden Buch, das eine Zukunft beschreibt, in der unsere Zivilisation bereits untergegangen ist, was Saberhagen in seinem Reich des Ostens ebenfalls thematisiert hat. Das Buch erschien erstmals 1964 bei Ace Books und ist heute nur noch gebraucht zu bekommen.

Nur noch gebraucht erhältlich:

Die Geschichte dreht sich um das namensgebende Öde Land, eine Wüste von mehreren hundert Kilometern Durchmesser, in deren Mitte der Legende nach lebende Menschen vermutet werden. Der ehemalige Soldat Yanderman, dessen Heer desertiert ist, macht sich auf den Weg, um das Geheimnis der im Ödland vermuteten Menschen zu ergründen. Begleitet wird er von Conrad, einem jungen Mann aus einem Ort am Rand der Wüste. Letztendlich finden sie heraus, was es mit den Menschen dort auf sich hat, die unter einer riesigen Glaskuppel leben. Und vor allem, warum aus deren Mitte regelmäßig unheimliche Kreaturen entspringen.

Brunners Schreibstil ist schlicht, leicht zu verstehen und er treibt die Geschichte schnell voran. Das Taschenbuch hat nur 220 Seiten, weshalb man mit dem Lesen schnell durch ist. Der Autor verliert nicht viel Zeit mit Landschaftsbeschreibungen oder Entwicklung seiner Figuren. Er hält die Anzahl der vorkommenden Personen angenehm klein. Persönlich hätte ich mir etwas mehr Auflösung am Schluss gewünscht, denn das Buch endet direkt mit der Aufdeckung des Geheimnisses. Leider erfährt man nicht, wie es danach mit Yanderman oder Conrad weitergeht.

Fazit

Das öde Land von John Brunner ist ein erfrischend kurzes Science-Fiction-Werk, das sehr zugänglich ist. Es bietet ein schönes Geheimnis und viel Lesespaß. Empfehlenswert für Freunde älterer Science Fiction wie von Fred Saberhagen oder Philip K. Dick.