Dark Space – Der unsichtbare Krieg

„Der unsichtbare Krieg“ ist der zweite Band der Dark-Space-Reihe von Jasper T. Scott und führt die Geschichte von Ethan Orthane rasant fort.

Nachdem Ethan seinen verloren geglaubten Sohn Atton wiedergefunden hat, müssen beide erstmal aus dem Dark Space in den interstellaren Raum flüchten, denn der Verbrecher Brondi, der mittlerweile über das gigantische Raumschiff Valiant verfügt, macht Jagd auf die beiden.

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Der unsichtbare Krieg

Drückte der erste Band noch ordentlich aufs Tempo, geht der Autor im zweiten Band etwas vom Gaspedal und nimmt sich Zeit, Dinge genauer zu erläutern. Freunde von Military Science Fiction werden hier auf ihre Kosten kommen, denn Scott ergeht sich in detaillierten Beschreibungen der verwendeten Waffen, vor allem der Jäger, die an die Viper aus Battlestar Galactica erinnern. Es werden einige Raumschlachten beschrieben, bei denen die technischen Details der Jäger gut zur Geltung kommen.

Mehr Handlungsstränge, mehr Spannung

Die Story wird durch verschiedene Handlungsstränge aufgepeppt, die auf verschiedenen zeitlichen Ebenen ablaufen. Dadurch gewinnt die Geschichte an Spannung. Neben Ethan und Attons Abenteuern auf der Defiant, wird parallel über Brondi und seine Gang auf der Valiant berichtet. Zudem gibt es einen Handlungsstrang, der in der Vergangenheit spielt, von Ethans Frau (Attons Mutter) handelt und die Geschehnisse beleuchtet, als die Sythianer die Menscheit überfielen. Dieser Rückblick gibt Aufschlüsse darüber, warum einige der Charaktere so handeln, wie sie es tun.

Der Titel „Der unsichtbare Krieg“ bezieht sich auf die Feinde der Menschheit, deren Schiffe und Kampfanzüge über Tarnvorrichtungen verfügen. Neben Tarnanzügen gibt es aber noch eine weitere interessante Technologie, nämlich die Holohaut. Träger dieser Implantate können das Aussehen anderer Personen annehmen. Kam Ethan im ersten Band noch im Aussehen von Adan Reese an Bord, so übernimmt er später die Holohaut von Overlord Dominic, die vorher von seinem Sohn Atton getragen wurde, der fortan als Adan Reese durch die Welt läuft. Alles klar? Nein? Mir auch nicht 😀

Scotts Schreibstil ist schlicht, flott und jederzeit gut verständlich. Er gehört nicht zu den Autoren, die die Emotionen ihrer Charaktere genau beschreiben oder viele Worte auf atmosphärische Beschreibungen der Umgebung verwenden. Stattdessen fokussiert er sich stets auf die Handlung.

Der zweite Band ist beinahe doppelt so lang wie der erste und unbedingt empfehlenswert. Scott schreibt spannend, frisch und schafft eine interessante Welt, abseits jeder Star-Trek- oder Star-Wars-Romantik. Im Dark Space wird einzig und allein um das eigene Überleben gekämpft. Technische Details und Erzählfortschritt halten sich auf angenehme Art und Weise die Waage.

Im Englischen sind bereits sechs Bände der Reihe erschienen. In Deutschland bisher Band eins und zwei. Piper plant den dritten Band, der den Titel „Der Ursprung“ haben wird, für den 20.03.2017.

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