Tripods – Die dreibeinigen Herrscher (Rezension)

Tripods - Die dreibeinigen Herrscher

Die komplette Saga der dreibeinigen Herrscher in einem Buch. Der Piper Verlag hat die original Bücher plus eine Vorgeschichte neu aufgelegt. Wer die Dreibeinigen Herrscher noch aus dem Fernsehen der 80er Jahren kennt, wird an dem Buch seine Freude haben.

Vier Bände finden sich auf 726 Seiten, geschrieben in der Ich-Perspektive im Präteritum. In den drei Hauptbüchern wird die Geschichte von Will erzählt, einem dreizehnjährigen Jungen aus einem englischen Dorf, das in mittelalterlichen Verhältnissen lebt. Schnell stellt sich heraus, dass gigantische, dreibeinige Maschinen die Menschen kontrollieren, indem sie ihnen an ihrem vierzehnten Geburtstag eine „Kappe“ aufsetzen: ein elektronisches Drahtgeflecht, dass Verbindung mit dem Gehirn hat und seinen Träger so zu einem willigen Sklaven der Dreibeiner macht. Will wehrt sich dagegen und zieht aus, die letzten freien Menschen zu finden und mit ihnen die Dreibeiner zu bekämpfen.

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Die Bücher des britischen Autors John Christopher wurden erstmals in den 1960er Jahren veröffentlicht. In den 1980er Jahren wurde von der britischen BBC eine Fernsehadaption produziert. Als Jugendlicher habe ich diese Serie mit Hochspannung verfolgt und freute mich nun, das Original zu lesen. Vor allem, da die Fernsehserie nur die ersten beiden der drei original Bücher umfasste und deshalb irgendwie unfertig wirkte. Der nie verfilmte dritte Band erzählt vom Sieg der freien Menschen über die Dreibeiner.

Neben der reinen Abenteuergeschichte findet sich vor allem im dritten Band ein ordentliches Stück Menschheitskritik. Denn die Gründe für die gelungene Invasion der dreibeinigen Herrscher sowie das Verhalten der Menschen nach ihrem Sieg werfen Fragen auf, die allzeit aktuell zu sein scheinen.

Die Vorgeschichte is unnötig

Die hier vorliegende Ausgabe von Piper umfasst die drei original Bücher sowie ein weiteres Buch, das zeitlich früher spielt und die Ankunft der Dreibeiner auf der Erde – zu unserer Zeit – beschreibt. Letztendlich handelt es sich dabei aber nicht um mehr als eine nette Zugabe, da es in Sachen Spannung deutlich hinter den anderen drei Büchern zurückbleibt. Dementsprechend wurde es vom Verlag auch wohlweislich als „Band 0“ gekennzeichnet und folgt in der Reihenfolge als letztes – niemand muss die Vorgeschichte lesen, um die drei Hauptbücher zu verstehen.

Übersetzung

Die Übersetzung ist größtenteils gut und liegt in überarbeiteter Fassung in neuer deutscher Rechtschreibung vor. Leider finden sich auch hier die üblichen Rechtschreibfehler (bei Büchern bin ich, was das angeht, Pedant).

Etwas hölzern finde ich die Verwendung von „Tripoden“ für das englische Wort tripods. Fachlich sicher korrekt, aber wenn man aus der Fernsehserie den Begriff „Dreibeiner“ gewöhnt ist, wirkt „Tripode“ irgendwie merkwürdig.

Fazit

Wer als Jugendlicher der Fernsehserie mit Spannung gefolgt ist und nun wissen will, wie es eigentlich ausging, der muss hier unbedingt zugreifen! Es macht einfach Spaß, Will noch einmal auf seinem Weg von England über Frankreich in die weißen Berge und von dort in die Stadt der Dreibeiner zu folgen und letztendlich mitzuerleben, wie die außerirdischen Invasoren besiegt werden.

Für erwachsene Neueinsteiger ist das Buch dagegen eher nichts, da es sich von Schreibstil und Story her um ein Jugendbuch handelt. Aber vielleicht wäre es ja ein gutes Weihnachtsgeschenk für den Nachwuchs, mit dem man dann gemeinsam in Erinnerungen schwelgen kann 🙂

Ein Gedanke zu „Tripods – Die dreibeinigen Herrscher (Rezension)“

  1. Gutes Buch! Und wie du sehe ich es auch so, dass die Vorgeschichte eher unnötig ist. Aber nochmal die Story über die Dreibeiner zu erleben, hat Spaß gemacht!

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