Das erste Imperium von Graham McNeill – Rezension

Das erste Imperium

Ich bin kein Warhammer-Kenner, denn ich habe nie den Einstieg in die Table-Top-Welt geschafft, obwohl das eigentlich sehr interessant aussieht. Dementsprechend habe ich also keine Ahnung vom Warhammer-Universum, aber „Das erste Imperium“ von Graham McNeill hat mir gut gefallen. Als ich das Buch während eines meiner Streifzüge durch die Bücher-Grabbelkisten dieser Welt entdeckte, sprach es mich einfach so an, dass ich beschloss es zu lesen, obwohl es bereits der zweite Band der Reihe ist, ich also mittendrin einsteige.

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Bild © Piper Verlag

Sigmar selbst scheint eine große Nummer bei Warhammer zu sein, wenn man mal im Internet recherchiert. Entsprechend findet sich dort aber auch Kritik, dass er im Buch nicht als der Überheld dargestellt wird, für den er von seinen Nachfahren gehalten und verehrt wird. Mich hat das allerdings nicht gestört, ich als Neuling fand Sigmar in Ordnung und ordentlich dargestellt, auch wenn er nicht wirkt, wie ein Gott. Es wird eben der Beginn von Sigmars „Karriere“ dargestellt. Zur Legende muss ihn die zeit verklären.

Gut? Ja! Nein! Doch! Oh!

Erzählt wird die Geschichte von Sigmar und seine Gründung des ersten Imperiums, das wohl ein wichtiges Ereignis im Warhammer-Universum ist. Der Gründung zuvor geht die Schlacht am Schwarzfeuerpass, die allerdings im ersten Band erzählt wird, nicht in diesem Buch hier.

Die ersten hundert Seiten haben mich in ihren Bann gezogen und ich habe sie schnell gelesen, obwohl es anfangs schwierig war, die vielen Namen von Sigmars Kampfgefährten im Gedächtnis zu behalten. Wer war nochmal der Zwerg? Wer der von den Berserkern? Aber nach einer Weile hat man es drin. Danach wurde es allerdings etwas zäh, es fehlte der rote Faden. Sigmar gegen die Sumpfmonster, Sigmar gegen einen Abtrünnigen, Sigmar gegen die Zombies … irgendwie wiederholte sich alles. Erst auf den letzten 100 von 476 Seiten wurde es wieder interessant, nämlich als Sigmar mit seinem Imperium gegen einen mächtigen Feind aus dem Norden kämpfen muss. Dann tauchen auch endlich die Zwerge auf, mit deren Hammer Sigmar alles kurz und klein schlägt.

Das Ende ist ein wenig dünn, denn die große Schlacht endet und das war’s. Keine Auflösung, keine Ausblicke, nichts. Es wirkt ein wenig wie ein Cliffhanger.

Was ein bisschen nervt, ist, dass der Autor bzw. die Übersetzerin ständig den Ausdruck „zurückgeben“ im Sinne von antworten benutzt. „Blablabla“, gab Sigmar zurück. „Blubblubblub“, gab Wolfgart zurück. Ich habe mich jedesmal gefreut, wenn da „antwortete“ anstatt „gab zurück“ stand. So etwa zweimal im ganzen Buch … Zurückgeben, ein merkwürdiges Verb – mich würde interessieren, was hier im englischen Original steht.

Gutes Buch

Fazit: Wurde mal wieder gut unterhalten von einem Buch, dass ich für wenig Geld auf gut Glück gekauft habe. Was Warhammer-Fans dazu sagen, kann ich nicht beurteilen. Mir hat es jedenfalls gefallen und ich schaue jetzt mal in andere Bücher der Reihe.

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